Dienstag, 11. Dezember 2007

上海滩

in der Nähe vom Bund of Shanghai:
Das Shanghaier Museum für Stadtplanung. Ein reiner Propagandabau. Nicht empfehlenswert.
Fabian hat als erster Hunger bekommen - und ist gleich zum KFC gelaufen. Junger Vater, und ich dachte wir sind in China....


Und nun der weltberühmte Shanghaier Bund:
Und die zwei könnens wieder nicht lassen, hehehe
David zeigt Einsatz:Keine Ahnung, wer die Kleine ist. David hat wieder mal von seinem Charme Gebrauch gemacht und die Kleine angelächelt sie zu mir beordert, als er ein Bild von mir vor dem Bund machen wollte.... Whatever, jedenfalls ein gelungenes Bild:

Der Bund war rappelvoll. Lag aber auch daran, dass wir alle zwei Meter von Bettlern oder irgendwelchen Straßenhändlern angesprochen wurden. Sie boten immer den gleichen Kram an. Rolex? No? Mont Blanc? No? Okay, how about Lady Massage? blablabla. Naja, ich wurde selten angesprochen, eher die anderen drei Hübschen. Man hielt mich durchgängig für den Reiseführer - was soll man sich auch denken, wenn ich mit drei Langnasen durch Shanghai laufe. Als sich David darüber lustig machte, drehte ich den Spieß um: ich schlüpfte in die Rolle des Reiseführers und sagte den Händlern, dass David gerne eine Rolex haben möchte. Harhar, war das geil. Ein Satz genügte. Die Uhrenverkäufer waren nämlich verdammt hartnäckig, und haben uns bis zu 100 Meter verfolgt und zugequatscht - bis wir im des nächsten Uhrehändlers Revier waren, der uns meistens in der beschriebenen Lage sah und nach dem Abgang von seinem Kollegen, oder besser gesagt Schichtwechsel, den David sofort weiter zutextete....

David in Action mit einem "Rolex"verkäufer:

Man achte auf die Pornositzbezüge. Die Chinesen scheinen den Begriff "Streifenwagen" durchaus ernst zu nehmen:
Die Shanghaier Frauen sind bekannt für ihre Schönheit. Insgesamt ziehen sich die Frauen auch sehr stylisch an. Naja, um die Kurve zum folgenden Bild zu kriegen: dies wird auch gern in der Werbung genutzt (Frage auf dem Plakat: Have you been Shanghaied?), um die Männer, oder besser gesagt, das Geld der doofen Männer, anzulocken.


Abendessen im French Concession, Shanghais Barviertel: Weizenbier und Döner, in China gelten sie als die deutschen Spezialitäten schlechthin. Im Hintergrund Herr Dr. Sontheim (mit Geros Brille)
Irgendwann hatte David die Schnauze voll vom Blitzlicht...

... und ich genug von dem Bier:

Shanghai, die zweite

Nachdem ich beim letzen Mal eindeutig nicht genug von Shanghai bekommen habe, bin ich nochmal nach Shanghai geflogen. Diesmal zusammen mit Gero, Fabian und David.

Dafür habe ich drei Vorlesungen geschwänzt. Im Gegensatz zu Deutschland, wo es keinem interessiert, ob man zur Vorlesung kommt (und ob man überhaupt lebt), nehmen die Profs es hier persönlich, wenn man die Vorlesungen schwänzt. Ein Prof war ziemlich sauer, als ich mich versucht habe, mich von der Vorlesung abzumelden. Der hatte absolut kein Verständnis für so was. Naja, bei den anderen beiden bin ich vorsorglich dann mal nicht mehr hingegangen. Die sehen sowas als Gesichtsverlust, und die reactio auf die vorausgehende actio wird dann spätestens bei der Notengebung sichtbar. Simpelste Mechanik halt

Unser Flieger ging um 8 Uhr. Gero hatte durchgeboxt, dass wir uns um 5:50 vorm Wohnheim treffen. Und verpennt? Gero! Er wurde um 5:50 unsanft geweckt. Aber eins muss man sagen: schnell war er. Wir fuhren um 6:10 ab. Trotzdem hatten wir reichlich Zeit am Flughafen und gehörten zu den ersten, die am Terminal ankamen.

In Shanghai angekommen, gings sofort Richtung Hostel. War recht schick, es wurde aber auch schnell klar, dass die Räume ursprünglich als Einzelappartment gedacht waren. Ein Raum mit geschätzter 60 - 70 m² und Glastüren als Semgentierung. Ich war sehr angetan - als Yuppie mitten in der Großstadt würde man hier ganz gut wohnen können. Aber scheinbar haben sich die Appartments doch nicht so gut verkauft wie gewünscht, und man hat das ganze hier dann zu einem Youth Hostel umfunktioniert.
Aber wie gesagt, es gab keine Wände, und keine richtigen Türen.

Huch?

Ach - die Toilette!

Und die Dusche war einzigartig. Schick, nur war der Druck unter aller Sau. Na super. Noch schlimmer als die englischen Duschen, meine Güte, und das heißt schon was. Jedenfalls hat das zur Folge, dass der gesamte Duschvorgang länger dauerte als sonst...
Achja, und mit Glastüren:

Touris halt, hehehe

Döner, eine wahrhaft deutsche Spezialität

In Aachen habe ich wiederholt ansatzweise gehört, dass in China Döner als deutsche Spezialität vertickt wird. Ich habe herzlich gelacht, doch so wahrlich daran glauben konnte ich dann doch nicht. Irgendwann sind wir einem deutschen Supermarkt im Botschaftsviertel Sanlitun gefahren. Ein Laden namens Schindlers blabla - den Namen habe ich wieder halb vergessen. Jedenfalls gab es dort gute Weine, Eis , Torten, Gebäck und Wodka zu kaufen - habe zum ersten Mal Smirnoff in China gesehen - und gleich ne Flasche Smirnoff mitgenommen.

.... und tatsächlich, es werden hier Döner verkauft.... man beachte die Dönerfrau zu meiner Rechten im Hintergrund. Und die Deutschlandflagge zu meiner Linken. Das Herstellungsverfahren stimmt zu 100% mit der Pontstraße überein. Scheint hier der Renner zu sein, schließlich haben wir knapp 2 Euro hingelegt - in China kann man mit dem Geld schon gut im Restaurant essen gehen...

Karneval in Peking

Am 11.11 wurde um 18.11 chinesischer Zeit (11.11 Kölner Zeit eben) auch in Peking Karneval gefeiert. Es gab wieder mal Kölsch zu trinken, juhu!


Bemerkenswert ist, dass hier alles für Geld verkauft wird: für umgerechnet 60 Euro kann man sich sogar Uniformen von Soldaten(!!) und Polizisten (!!!) legal (!!!!) kaufen. Rangabzeichen kann man für viel Geld als add-on zusätzlich käuflich erwerben. Wer bereit ist, diese Summe aufn Tisch zu legen, kann damit problemlos durch die Gegend laufen. Unvorstellbar in Deutschland....


Hier mal ein Schnappschuss von einem "chinesischen Polizisten":
Unsere drei hübschen German Blondchens:

Naja, nachdem die pinken Bilder sowieso überall zu sehen sind, stelle ich sie auch mal hoch, schließlich war Karvenal. Sabrinas Bunnyohren waren jedenfalls sehr beliebt und wurden oft weitergereicht:


Damit auch eins von mir dabei ist:

Mein Sparschweinchen

Wirklich knuffig, die Sparschweine hier. Diese goldenen Sparschweine sind in China in der letzten Zeit ein großer Renner, weil wir das Jahr des Schweins haben..... Hab diese Sparschweine schon oft im Internet gesehen, nur bin ich ein stolzer Besitzer eines 发财猪 (Schwein des Reichwerdens). Stolze 4 Euro habe ich dafür hingelegt, ein relativ hoher Preis. Aber ich hab der Verkäuferin wohl zu deutlich signalisiert, dass ich dieses Objekt unbedingt haben wollte - die wollte beim Preis kein bisschen runtergehen... Wie auch immer, mir war dieses Sparschwein das Geld wert....