Samstag, 13. Oktober 2007

Frauenfußball WM: Deutschland ist Weltmeister!

Uns blieb nicht mehr viel Zeit. Wir nahem gleich ein Taxi und fuhren Richtung Hostel. Das erste was jeder tat, war klar: DUSCHEN! YEAH! Noch nie hat eine Dusche so gut getan.

Und dann ging es auch schon gleich Richtung Fußballstadion. Wir haben nämlich Karten für das Finale und Spiel um Platz 3 der Frauenfußball WM kriegen können.

Im Finale hat Deutschland übrigens mit 2:0 Brasilien geschlagen.

Leider standen wir auf der falschen Seite des Stadions, wir bekamen die Spielerinnen nur von hinten zu sehen. Übrigens soll Herr Innenminister, der auch für den deutschen Sport verantwortlich ist, im Stadion gewesen sein.


Auch geil: die komplette erste Reihe war besetzt mit ganz stramm sitzenden Wachleuten (Polizisten?!), die wohl Ausschreitungen und, wie ich schätze, exibitionistisch angehaute Fans vom Rasen fernhalten sollten....
Schöne Farben!


Ich versuche mich kurz zu halten. Die Verbindung hier recht lahm, das Hochladen der Bilder dauert immer ne halbe Ewigkeit. Vielleicht ich die anderen Bilder später mal hoch.

Dieses Bild wurde schon außerhalb des Stadions aufgenommen. Die Wachleute haben uns schon eine halbe Stunde nach der Siegerehrung rausgeschmissen. Voll die Stimmungskillerrichtlinie. Hoffentlich machen sie sowas nicht bei der Olympiade.

Fahrt nach Shanghai

Eigentlich wollten wir fliegen. Aber ein Hin- und Rückflug hätte über 200 Euro gekostet. Die Zugtickets sind aber in den Ferien schwer zu bekommen. In China gibt es nämlich keine frei wählbaren Feiertage. Es gibt nur zwei Wochen Ferien, nämlich zum 1.Mai und zum 1.Okt. Und in diesen Tagen ist GANZ CHINA unterwegs. Wie gesagt, die Zugtickets sind schwer zu kaufen. Und wir standen schon um 5 am Schalter, obwohl der offizielle Verkauf erst um 7 beginnt. Und trotzdem standen schon so viele Leute vor uns, sodass die Tickets innerhalb von 5 Minuten ausverkauft waren. Sogar die Stehplätze, die Michel, Sabrina und Christian als Alternative nehmen wollten (ich war die Zicke, die nicht 14 Stunden lang im Zug stehen wollte) waren, vielleicht sollte ich sagen, zum Glück, ausverkauft. Aber es gab komischerweise Sitzeplätze in einem anderen Zug. Und der kostet nur ein viertel so viel. Wow, dachte sich der Narr. Also schnell zugeschlagen. Für satte 88 Yuan (etwas mehr als 8 Euro) sollen wir also nach Shanghai fahren können? 1400 km? Wow, nice one. Dass die Fahrt 25 Stunden dauern sollte, war uns egal. Es hat niemand genörgelt, nicht mal ich. Jeder war einfach nur happy, dass die Fahrt nach Shanghai nicht mehr an dem Ticket scheitern sollte.....

Mir war klar, dass in dem Zug sehr viele Menschen sein werden. Und selbst unsere (abgehärteten) chinesischen Komilitonnen haben uns von dem Zug abgeraten und gesagt, dass wir das Ticket als eine Fehlinvestition betrachten und uns woanders umschauen sollten. Das konnte ich natürlich nicht verstehen. Da werden doch einfach viele Menschen sein?! Was ist schon dabei. Abgehärtet nach zwei Wochen Peking dachte ich, dass ich schon alles gesehen habe und dass die Zugfahrt auch nichts sonderlich Neues werden sollte. Doch ich wurde eines besseren belehrt....


Menschen, Menschen und Menschen.....
Gerade noch was bei McDonald's bekommen. Beflügelt vom BigMac und dem darauf folgendem Sättegefühl waren alle optimisitisch, dass die Zugfahrt ein Abenteuer werden wird.

Wir haben die Sitzplätze 5, 6, 7, 8 bekommen. Doch ich arme Sau habe (wiedermal) die Arschkarte gezogen. Ich sitze alleine *heul*

Überall standen und saßen Menschen. Viele haben kleine Hocker mitgebracht und es sich auf der Passage gemütlich gemacht. Und da waren noch die beiden: ein Wanderarbeiter und seine Frau kamen mit ihren Hockern und , 3 - 2 - 1 und ZACK! saßen sie! Der Typ saß zwischen meinen Beinen und benutze meine Beine als Armlehnen und die Frau saß an meinem rechten Bein. Beinbewegungen waren fortan für die nächsten Stunden fast unmöglich. Jede Bewegung musste mit meinen neuen Nachbarn abgesprochen werden. Und ich lernte den Begriff Körperkontakt neu definieren.
Irgendwie konnten die noch pennen. Ich konnte es jedenfalls nicht. Ich war einfach zu gestresst von der Menschenmege, Gestank und, ach, vergessen wirs besser:


Müll? Achja, Stichwort MÜLL! Alles wurde einfach auf den Boden geworfen oder, wenns um Essensreste geht, gespuckt. Nach zwei, drei Stunden wurde alles dann von dem Schaffner weggefegt.Die Zugfahrt war echt eine Qual. Nur wer so etwas erlebt hat, weiss, wovon ich rede. Und nach spätestens 30 Minuten war jede Begeisterung, Abenteuergelüste und naive Vorstellung a la unters Volk tauchen blabla dem puren Stress gewichen. Schlafen war unmöglich. Der Zug war nicht klimatisiert und da die Fensterpassagiere der Meinung waren, dass es zu sehr zieht, wurde das Fenster bei der Fahrt geschlossen. Es war stickig und darüber hinaus hat es gewaltig gestunken. Whatever, zum Glück sind viele Leute nachts um 3 bei Xuzhou ausgestiegen. Und ich konnte mich zu Michel, Christian und Sabrina umsetzen.

Christian hat einfach mal die ganze Fahrt pennen können. Frag mich nicht, wie er das geschafft hat. Ich konnte es nicht. Zugegeben, bisschen neidisch auf ihn war ich schon.... war müde und gestresst.

Im Folgenden einige Bilder von den Schlafmützen:
Haha
Irgendwann rief uns die andere Truppe an, die von Tsingdao aus losgefahren sind. Sie sind übrigens später losgefahren und früher angekommen. Das war schon hart. Aber wir hatten auch ne Art chinesische Langstrecken S-Bahn: es wurde an jeder Stadt gehalten, und alle 20 Minuten blieben wir für 10 Minuten stehen, um die Schnellzüge vorbeiziehen zu lassen.

Irgendwann, nach 25 Stunden und 30 Minuten sind wir auch irgendwie in Shanghai angekommen. Ich hätte den Boden küssen können. War einfach nur froh, die Zugfahrt überlebt zu haben.

Freitag, 12. Oktober 2007

Erste Eindrücke

Stelle gerade fest, dass ich kaum Bilder vom Campus habe. Whatever, vielleicht mache ich demnächst noch einige *lach*

So schaut es bei mir ausm Fenster aus:


Übrigens hatte es vor dieser Aufnahme einen Tag lang ununterbrochen geregnet. Der ganze Staub und alles, was in diesem eckligen Smog noch drin ist, wurde auf den Boden gespült.
Folge 1: klare Sicht. Wow, wusste gar nicht, dass wir Berge dort haben
Folge 2: man muss nur 10 Minuten mit dem Fahrrad fahren, dann kratzt schon der Hals...


Morgens ist hier ziemlich viel los. Man muss bei den Vorlesungen anwesend sein, und Pünktlichkeit wird großgeschrieben. Tja, der Rest ist wie in Aachen. Die meisten legen es drauf an und fahren auf dem letzten Drücker los, um gerade noch pünktlich anzukommen. Tja, wenn zu viele dieses Lebensgefühl ausleben, dann.... schauts so aus:



Mit einer Fläche von 405 Hektar hat die Tsinghua Universität wohl den größten Campus von China. Für diejenigen, die sich das nicht vorstellen können: es entspricht einer quadratischen Fläche von 2km x 2km. Dementsprechend kann man die Neulinge immer sehr schnell daran erkennen, dass sie noch kein Fahrrad besitzen. Nach zwei Tagen hatten wir auch die Schnauze voll vom Laufen, und die meisten kauften sich ein Fahrrad. Mein Fahrrad hat übrigens neu 27 Euro gekostet. Mit Schloss. Hab leider kein Bild von meinem neuenen Fahrrad, aber es sah wirklich TOP aus. Nach exakt drei Tagen sah es so aus:



Und nach zwei Wochen hatte ich, nach diversen kleineren Problemen (rausgesprungene Kette, defekter Ständer etc.) den Salat hier:


Übrigens haben Fabian und Tibor das gleiche Modell. Und ihre Satteln sind auch umgeknickt. Auch wenn man den Chinesen zugute halten muss, dass die Leute hier schon weniger wiegen mögen und daraus schlussfolgern könnte, dass die Fahrräder dementsprechend für andere Gewichtskräfte ausgelegt worden sind: aber hey! Ich kann doch unmöglich mit meinen 70kg zu den chinesischen Schwergewichten gehören....

Wie auch immer, eine neue, qualitativ "hochwertige" Sattelstange, wie der Händler (bin übrigens zu einem anderen gegangen, der sich auf Fahrradreparaturen spezialisiert hat) sagte, hat mir, zusammen mit einem neuen Sattel inkl. Montage satte 1,60- € gekostet.

Donnerstag, 11. Oktober 2007

In China essen sie...

...NEIN; Hunde habe ich bislang noch nicht gesehen. Wirklich! (Glaubt mir eh keiner, ich weiss, aber mein's ernst). Aber am WangFuJing, einer riesigen Einkaufsmeile in Peking, entdeckten wir andere Dinge:

Souvernirs gibts hier auch on mass:

In Peking angekommen

Nunja, nun erstmal die wichtigsten Beweisfotos:


Wir waren halt an einem Samstag am Platz des himmlichen Friedens. Es hatten noch paar andere Chinesen die gleiche Idee. Jedenfalls konnte man nicht mal in Ruhe ein Bild machen. Naja.... seht es Euch selbst an:


Bei Anblick dieses Bildes muss ich übrigens jedes mal schmunzeln. Jedenfalls scheine ich zwischen diesen zwei Hübschen richtig aufzugehen. Wichtig ist nur, dass man sich nicht die Laune von der Masse verderben lässt.

Jedes Land hat etwas im Überfluss, welcher überall sowohl positiv als auch negativ auffällt. In Deutschland ist es die Bürokratie, in Dubai ist es wohl das Geld - und in China ist es wohl die Anzahl der Menschen. Menschen, Menschen, Menschen - überall Menschen.....


Direkt neben der verbotenen Stadt:



Welch prächtiger Anblick! Naja, es hat aber auch leider gewaltig gestunken. Ein Blick nach unten genügt:


In der Nähe der verbotenen Stadt gab es fast nur Nobelrestaurants. Wir liefen in den einzigen Siffladen weit und breit, wo kein einziger Ausländer zu finden war. Die Leute haben uns etwas überrascht aufgenommen - man dachte, dass ich der Reiseführer sei und die Europäer in den Laden geführt hätte - auch gut. Wie auch immer, es hat einfach wunderbar geschmeckt.

Dubai bei Nacht

In Dubai habe ich schon mal das eine oder andere Mal neidisch auf die Kameras der anderen geschaut. Doch bei diesen Bilder bin ich wieder mal stolz auf meine Powershot S60. Ich lasse die Auslösung mal unverändert, d.h. ihr seht die folgenden Bilder in prächtigen 5 Megapixeln. Im Hintergrund übrigens das berühmte Burj al Arab.


Naja, bei 2 sec Belichtungszeit kann das Burj Al Arab still stehen, ich habe leider gewackelt.
Nach dem Abendessen gings dann in Richtung Hotel - mit dem Gepäck gings dann weiter in Richtung Flughafen. Wow, selbst um 3 Uhr nachts ist so einiges Los am Dubai International Airport:


übrigens lagen überall Leute auf dem Boden, die es sich gemütlich gemacht haben. Und es scheint den Wachleuten hier überhaupt nicht zu stören.

Kurz vorm Abflug:
Am Abend ging es etwas exotischer zu. Der Tourist sah das, was er vom Land der 1001 Nacht geträumt hat. Naja, es war schon ziemlich kommerz, gefallen hat es mir trotzdem:


rotierende Kamera - blödes Spiel, aber ich lade das Bild trotzdem mal hoch....

Naja, Alkohol wird halt nicht überall getrunken.Und mitten in dieser Millionenstadt trafen wir Sabrina, Thomas und Myron! Die haben zufällig zur gleichen Zeit gleich nebenan gegessen.