Sonntag, 16. September 2007

Die Wüste

Irgendwo ist ja noch die Wüste. Wenn ich mich recht erinnere, waren es ca. 50km². Jawohl, man hat hier in der Nähe ein Stück Wüste stehen gelassen. Reservat nennt sich sowas. Die Jungs hier wissen ganz genau, wofür die Touristen Geld zahlen würden und wie man Geschäfte machen kann. Für 50€ wurden wir, zusammen mit ca. 100 anderen Touristen, in 6er Gruppen mit einem 380PS starken GM Jeep durch die Wüste gejagt. Danach gibts noch etwas Gegrilltes mitten in der Wüste. Anschließend kann der Tourist bei einer Runde Shisha eine Bautänzerin in Action erleben. Wenn der Tourist es will, kann er sogar Kamele reiten. Jedenfalls sollte sich der Tourist in seiner Vorstellung vom Land der 1001 Nacht bestätigt fühlen. Doch zugleich gibt es eine Toilette mit fließendem Wasser und Elektrizität, die stündlich von Putzkräften gereinigt wird (ich wiederhole: wir sind mitten in der Wüste) und ein Fotostand, bei dem man die Fotos sofort ausdrucken kann. Beim Essen wird reichlich Alkohl ausgeschenkt. Hm. Ein Stück Unwirklichkeit in der Wirklichkeit? Oder eher umgekehrt?


Übirgens wurden wir alle 10 Minuten aus dem Jeep gelassen, um Fotos zu machen. Ich habe aber davon abgesehen, da ich mir nicht sicher war, ob meine Kamera den feinen Sand trotzen konnte. Der Sand hier ist so fein wie Mehl. Ist also nicht zu vergleichen mit dem Sand aus dem Sandkasten irgendwo in Deutschland.
Es wurden teilweise 43 °C gemessen. Doch in der Wüste war es ganz gut auszuhalten (viel angenehmer als in der feuchten Stadt). Es war extrem trocken und windig. Von der Hitze habe ich so gut wie nichts gespürt.Überall Touristen, hehehe

Dreimal dürft ihr raten, was auf dem Boden liegt ;)

Hochhäuser, Hochhäuser, Hochhäuser.....

irgendwann am späten Nachmittag verließen wir das Wasser in Richtung Land.

Vor lauter Staunen kam ich gar nicht mehr dazu, Bilder zu machen. Parallel zu den keine-Ahnung-wieviele-Hochhäuser werden noch mal doppelt so viele gebaut. Und das einze erscheint bonziger als das andere..... Meine Güte, wer soll das alles hier kaufen und bewohnen? Und baut man hier nur aus Prestigegründen nach oben? In de Wüste gibts doch genug Platz?! Jedenfalls scheinen die Leute besessen von diesen Phallussymbolen zu sein.

Das bekanntest Hochhaus in Dubai ist wohl das Burj al Arab:
Eine Tasse Tee mit einer Führung hätte knapp 60€ gekostet. Eins muss man den Leuten hier lassen: die wissen schon, wie man Geld von den Touris rausholt.... Kleiderordnung: Hemd und Stoffhose. Keine Sportschuhe. Abgesehen davon hätte man eine Woche reservieren müssen. Tja... Übrigens fuhren nur richtig krasse Autos rein und raus. Seht Euch allein mal die Riesen-Straßensperre mal an....

Direkt nebem dem Burj al Arab war das Wild Wadi, ein riesiger Wasserpark mitten in der Wüste:

Apropos mitten in der Wüste:
Es gibt hier auch eine Skihalle mitten in der Wüste. Habe leider kein Bild davon gemacht, als wir vorbei gefahren sind. Hier mal ein Bild von Wikipedia:
Naja, das Wort Energieknappheit kennt man hier offenbar nicht...

Strand

Bei Ankunft erfuhren wir, dass unser Hotel eine Art Kooperation mit dem Hilton hat: wir dürfen kostenlos den Pool und den Strand vom Hilton nutzen! Das kann man sich natürlich nicht entgehen lassen, und das Ganze sieht wie folgt aus:

Zum Pool ist noch zu sagen, dass das Wasser im Pool gekühlt wird. Ja, ich hab es sogar geschafft, bei 44°C Außentemperatur eine Gänsehaut im Pool zu kriegen.

Da staunt der Europäer:

Und der Strand:

Übrigens war der Sand soo heiß, dass der Strand kaum begehbar ist. Kein Witz! Was macht man? Man kühlt den Sand ab - mit entsalztem und gekühltem Leitungswasser!!! Verschwendung pur (Bilder vom Gero):
Wir bekamen schon Gewissensbisse, doch das einzige, was den Beach Boy (nennt man ihn so?) gestört hat, ist, dass wir den Strand selbst gekühlt haben. Es war nämlich SEIN Job, für unser Wohl zu sorgen. Na dann, wenn's so ist:

Was das Leitungswasser bei UNS im Hotel anbetrifft: es war nicht gekühlt, und das bedeutet, dass man sich beim Duschen zwischen ziemlich heißem und extrem heißem Wasser entscheiden darf. Mit dem aus der "kalten" Leitung fließenden Wasser lässt es sich kaum aushalten. Und das sagt ein stadtbekannter Warmduscher ;)

Dubai


Nachdem wir über so die Herkunft und Arbeitgeber der Stewardessen gerätselt haben (es war nämlich keine einzige Araberin dabei, und ein kleines, feines und durchsichtiges Tüchlein, das nur auf einer Seite heraushing, deutete wohl den Schleier an), war ich mir doch bei diesem Anlick sicher, wirklich in einem arabischen Land gelandet zu sein. Diese weißen und schwarzen Gewänder habe ich bisher nur im Fernsehen gesehen. Aber hier tragen es doch mehr Leute, als ich ich ursprünglich vermutet habe. Frage ist, wie die Leute diese weißen Gewänder Kleidung wohl sauber halten können? Sicher ist, dass man, abgesehen von der Wahnsinnshitze hier, nicht in so einem Gewand körperlich arbeiten kann. Auch das Laufen ist nur in einem begrenzten Tempo möglich. Aber wozu rennen? Hier fahren die Leute ohnehin nur mit ihren klimatisierten und teilweise sehr dicken Autos durch die Gegend.

5:30 deutsche Zeit: endlich haben wir unser Gespäck! Jetzt geht es in Richtung Hotel, es wartet ein interessanter, aber auch anstrengender Tag auf uns.


Am Flughafen gab es w-lan. Die ganz harten haben gleich bei einer Tasse Kaffe (ich würde eher Bottich dazu sagen) die ersten Bilder ins Netz gestellt.


Am 05. September war es nun so weit: es geht in Richtung Fernost! Doch bevor es richtig ernst im Osten wird, legten wir einen kleinen Zwischenstopp im Nahen Osten ein. Vier Tage in Dubai - So lässt es sich ganz gut aushalten.

Gestartet sind wir in Düsseldorf um 21 Uhr

Los gehts!

Moin,

nun habe ich mich dazu entschlossen, auch einen Blog für meinen Chinaaufenthalt zu erstellen, um vor allem gegen das natürliche und selektive Vergessen vorzugehen.