Samstag, 19. Juli 2008

Chaos - Stress - Abflug

Die letzen Tage waren stressig. Bin deutlich länger in meiner Heimatstadt geblieben als geplannt, ergo hatte ich auch weniger Zeit in Peking als ursprünglich vorgesehen. Hoppste zwischen Post, Department, Schneider und Shopping Malls hin und her. Naja, irgendwie habe ich es dann doch noch gemeistert. Als ich fertig mit allem war, blieb mir auch keine Zeit mehr - ich fuhr direkt zum Flughafen.
So sah mein Zimmer beim Packen aus. Chaos pur, um in meinem Zimmer von A nach B zu kommen, war Springen oft die einzig probate Fortbewegungsmöglichkeit.... Vieles wurde weggeworfen, der Rest wurde entweder nach Deutschland verschickt oder mitgenommen.Der Krams aus dem Spring Semester. Production Management II, Manufacturing Technology II, Welding Technology, Chinese Culture and Society and Thesiskrams. War wunderbar und traurig zugleich, denn das Wegwerfen dieser Sachen markierte auch gleichzeitig das Ende dieses wunderbaren Jahres.
Mein Damenfahrrad. Erworben für 30 Euro, bis auf den Rahmen wurden die meisten Teile repariert oder gar ersetzt.
Vom Flug hab ich leider keine Bilder gemacht. Wir sind kurz vor Mitternacht chinesischer Zeit von Peking gestartet. Ich konnte nur sehr schlecht schlafen, Gero hatte während des Fluges nach Dubai kein Auge zugekriegt. Nach sieben Stunden Flug landeten wir am Dubai International Airport. Ächzend, dieser Flughafen. Überall lagen Menschen, meistens Gastarbeiter aus Pakisten und Indien, die entweder schliefen oder einfach lieber im Liegen anstatt im Sitzen auf ihren Fliger warten wollen. Gero, der anfangs unbedingt ein Hotelzimmer am Flughafen nehmen wollte, sah dann davon ab, als uns der Betreiber uns die Preise nannte: 50 Euro pro Stunde. Da erschien einem der Teppichboden am Flughafen doch plötzlich ganz angenehm kuschelig. Gero entschied sich für das Schlafen auf dem Teppichboden. Ich setzte mich in ein Cafe. Schließlich mussten wir über 10 Stunden warten. Nach weiteren 6 Stunden Flug kamen wir endlich dann in Düsseldorf an.

Pingyao

Nach der final defense der Studienarbeit gings dann für mich nach Hause zu meinen Großeltern. Mit einer Freundin unternahm ich eine Tagesreise nach Pingyao, einer Kleinstadt im Süden der Provinz Shanxi. Bekannt ist die Stadt vor allem durch die hervorragend erhaltenen Bauten aus der Ming Dynastie. Kurz gefasst: hier scheint die Zeit seit Jahrhunderten stehen geblieben zu sein. Seit neustem stellte man fest, dass durch Tourismus durchaus gutes Geld zu machen ist. So boomt seit einigen Jahren hier Tourismussparte.

Kurz vor der Abfahrt: auf einem Fahrrad kann alles transportiert werden....
Hier ist wohl eine Wassermelone auf den Boden gefallen
Dreirad-Fahrzeuge. Fühle mich einwenig an die Tuktuks in Thailand erinnert
Die Stadtmauer von der Altstadt




Diese Holzbalken wurden bewusste auf geringer Höhe gehalten, sodass die Besucher nur mit gekrümtem Rücken hineingehen können. Somit zeigen die Besucher Respekt für die Götter, was eigentlich erzwungen wurde...
Innenansichten einiger Höfe

Hier saß mal früher ein Richter. Dahinter ist übrigens ein Tempel, und der ahnungslose Tourist wird hineingeführt. Ein Mönch betet einem was vor und meint, den Leuten was über ihre Zukunft erzählen zu müssen. Natürlich nur positives, aber auch leeres Gelaber. Und um seinen Segnungen Kraft zu verleihen, können sich die Touristen für teures Geld Räucherstäbchen kaufen.... man wird auf eine selbstverständliche Art herumgeführt, und an das Kaufen von Räucherstäbchen steht offenbar fest im Proramm. Übrigens hat der Mönch wohl gleich festgestellt, dass ich seinen "Prophezeiungen" keinen Glauben schenke... also hielt er sich - im Gengensatz zu meiner Begleiterin - mit Lob und Preisungen auf meine Zukunft zurück. Naja, irgendwie hat er auch versucht, etwas über mich auszusagen.... nunja, leider lag er mit seinen Vermutungen ziemlich daneben, was meinen Werdegang und Status anbetrifft. Man kanns ihm auch nicht übel nehmen, er hat auch keinen leichten Job und ich habe auch keinen 0815 Lebenslauf wie die meisten seiner "Kunden"
Blick auf die Altstadt, aufgenommen auf den Stadtmauern

Kanonen holländischer Herkunft
Nicht alle Straßenecken wurden für die Touristen renoviert.

Achja, mit diesen Elektroautos sind wir rumgefahren worden. Die schaffen bis zu 50 km/h und können mit einer vollen Batterieladung paar hundert Kilometer fahren.
Pingyao war früher ein Zentrum von chinesischem Bankenwesen. Früher gehörte die heutige Mongolei auch noch zu China, und beim Blick auf die Karte wird einem schnell klar, dass die Provinz Shanxi, wo auch Pingyao liegt, ziemlich genau im Zentrum von China lag, und aus der günstigen Lage resultiert seine Funktion als Umschlagplatz und Knotenpunkt für die Verteilung von Gütern und Geldern. Im 19. Jahrhundert gehörte Shanxi zu den reichsten Provinzen Chinas, begünstigt durch das aufstrebende Bankenwesen und umherziehende Händler, die den Warenaustausch zwischen der Mongolei und Südchina förderten. Die Kaufleute und Händler aus Shanxi waren bekannt für ihre Tüchtigkeit. Hm... irgendwie bin ich auch bisschen stolz auf meine Vorfahren. Damit die Waren und Silber auch sicher ins Ziel ankamen, wurden private und bewaffenete Sicherheitsdienste angeheuert, die vor Räubern schützen sollten. Die besten Sicherheitsdienste kamen auch aus Shanxi.

Hier trainierten die Jungs
Hochzeitskutsche
Alte Türen. Das typische Geräusch beim Öffnen und Schließen klang super

Das höchste Gebäude der Stadt
Das chinesiche Zeichen für Treue
Händler für Kleinkrams, zugeschnitten auf die Touristen
Alte Häuser, auf Hochglanz aufpoliert. Manche der alten Bauten, vor allem Tempeln, wurden vor drei Jahrzehnten im Zuge der proletarischen Kulturrevolution von der Roten Garde zerstört.... man beachte die übrig gebliebene Treppe in der Mitte des Bildes.

Auch Pferdekarren sind vereinzelt noch zu sehen

Donnerstag, 22. Mai 2008

Thailand - Koh Pha Ngan

In Bangkok ließen wir uns vom TAT eine Fahrt nach Koh Pha Ngan andrehen, obwohl wir ursprünglich nach Koh Tao wolten. Nach zwei Tagen Bangkok ging es dann weiter mit Bus und Schiff weiter zu den Inseln, die ca. 800 km weiter im Süden lagen.

Ziemlich bunt - typisch für thailändische Autos
Die Fahrt dauerte 18 Stunden. Nach einer schlaflosen Nacht mussten wir dann zwei Stunden lang irgendwo an einem Flüsschen auf den nächsten Bus warten, der uns zum Hafen fahren sollte. Da bin ich direkt an einem Tisch eingeschlafen (alte Bibliotheksgewohnheit, sowas verlernt man wohl nie). Übrigens ist direkt vor mir auch der Mückenspray zu sehen, unser wichtigster Begleiter für die nächsten Tage.

Irgendwann ging es mit dem Schiff weiter. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Das Meer und der Strand - alles so wunderbar! Es war noch schöner als ich es mir vorgestellt habe...



Wir wohnten in Bungalows, die ungefähr 20 Meter vom Strand entfernt waren. Der Strandabschnitt war ziemlich cool, nur war er ziemlich flach, was zur Folge hatte, dass tagsüber bei Ebbe das Meer ziemlich in die Ferne rückte...
So schauts aus unserem Bungalow aus."Unser" Strand
9° Breitengrad, d.h. zielmich genau 1000 km vom Äquator entfernt. So weit südlich war ich noch nie, und ich wage mal zu behaupten, dass meine Vorfahren (also die letzten paar zigtausend Jahre) auch noch nie so weit nach Süden gereist waren. Man beachte die fast senkrechte Sonneneinstrahlung.
Mit Roman, Hut und mp3 Player - so kann man es genießenUnd am Abend tranken wir am Strand das ein oder andere Bierchen....Unsere wichtigsten Begleiter. Roch ziemlich übel nach Chemikalien (waren sie ja auch), aber ohne sie wären wir wohl gestorben. Die Mücken in Thailand waren schwarz und landeten direkt auf die Haut. Sie waren viel aggressiver als die Mücken, wie man aus Deutschland kennt.

Vor unserem Bungalow

Am nächsten Tag mieteten wir Mopeds - für umgerechnet 4 Euro am Tag. Damit waren die Mopeds günstiger als Mountainbikes auf Sanya. Wir fragten nach Helmen, doch der Vermieter hat uns ausgelacht. Hier trägt keiner Helme. Und die Polizei? Die kontrollieren sowas nicht. Tatsächlich war das den Ordnungshütern in Thailand egal. Wir sahen sogar einen Mopedfahrer mit einem Bier in der Hand!!! Übrigens, diese Dinger sind nicht mit einfachen Straßenrollern in Deutschland zu vergleichen. Sie schaffen bis zu 100 km/h, was wir auf manchen Straßenabschnitten auch voll ausreizten. Mit Tourihut, Flipflops und jeder Menge Wahnsinn gings dann auf die Erkundungstour.

An einer thailändischen Tankstelle. Dieses Wildschwein gehört den Besitzern der Tankstelle. Irgendwie mochte es Gero nicht - und fiel ihn einfach an.Eine typische Tankstelle im Landesinnern. Das Benzin wird von Hand gepumpt, die Menge von Hand abgemessen.Das war auch mal ein Ding. Irgendwo fuhren wir auf ziemlich gut gepflasterte Straßen, und natürlich gab man Gas. Und plötzlich schloss sich daran, und zwar nach einem kleinen Hügel, eine ungefplasterte Landstraße an! Ich bin fast auf die Schnauze geflogen, verlor dabei meinen Hut. Gero, der hinter mir war, konnte dann anschließend diese Bild machen, wie ich zurücklaufen und nach meinem Hut suchen musste.
Ein typisches Restaurant. Man fühlte sich eher wie auf der Terasse einer Familie. Die Hunde und Kinder liefen einfach durch die Gegend. Ingesamt muss man sagen, dass das Angebot der Restaurants überall identisch war. Viele Restaurants hatten sogar das gleiche Menü.


Eigentlich gab es bisher nur Full Moon Parties. Doch irgendwann stellt man fest, dass die Touris nicht so lange bleiben. Also führte man als zusätzliche Einnahmequelle auch noch die Half Moon Parties ein.

Überall Affen.

Elefanten sind sooo cool!


Irgendwann sahen wir dieses Häuschen weiter im Landesinnern. Und als ich anhielt, um ein Bild zu machen, kamen mir einige gut gelaunte Europäer entgegen und meinten, dass wir dort auf jeden Fall einen Tee probieren sollten.
Es stellte sich heraus, dass eine britische Aussteigerin das grüne Haus bewohnte. Sie war ziemlich gut drauf, um nicht zu sagen, high, als sie uns sah. Irgendwas muss sie geraucht haben. Da bin ich mir sicher.


Am nächsten Tag wollte Gero zu dieser einsamen Insel. Seine Insel, wie er sie die restliche Tage sagte. Nur wollte ihn kein Bootsfahrer ihn rüberfahren. Vermutlich ist die Insel in Privatbesitz.




Also gingen wir Schorcheln.
Auf dem Weg nach Koh Ma begegneten wir zwei Mädels, die wir am Strand "zufällig" wiedertrafen. Die mit dem roten T-Shirt wollte mich aus irgendwo in Bangkok kennen. Nur wo, konnte die mit ihrem kaum verständlichem Mix aus Englisch und Thai nicht wirklich verständlich rüberbringen. Naja, irgendwie wollte sie mich dann begleiten. Doch irgendwann begriff sie, dass wir nicht interessiert waren. Tatsächlich sahen wir auf viele (weiße) Ausländer mit einer einheimischen Frau auf ihren Mopeds rumfahren.

Ananas, Cola, Kaugummi und unsere Hüte, aufgenommen auf unserer Rückfahrt nach Bangkok. Insgesamt sollte die Fahrt von Koh Pha Ngan nach Peking 28 Stunden dauern. Mit Boot, Bus, Taxi und Flugzeug und Taxi. Was für Strapazen.
Ich fands faszinierend, Naturforscher Dr. Burghardt eher langweilig. Dieser Hahn konnte einfach auf den Tisch springen! Ziemlich hoch für so ein kleines Tier, wie ich finde..
Zur einfachen Identifizierung der Touristen mussten alle Touris einen Aufkleber mit dem Reiseziel und blabla auf ihre T-Shirts kleben. Mein Reiseziel war also Bangkok. Acha. Und was das rosa Dreieck zu bedeuten hatte, weiss ich bis heute immer noch nicht.
Am Flughafen von Bangkok. Wir kamen um 2 Uhr nachts an, und unser Flieger sollte planmäßig um 7:30 starten. Gero wollte schlafen (man beachte den Aufkleber auf der Rückenlehne), ich hab es erst gar nicht versucht. Achja, natürlich hatten der Flieger Verspätung. Wir flogen erst um 9.

Thailand - Bangkok

Zu der 1. Mai Woche gab's 4 Tage frei. In China pflegt man zum Tag der internationalen Arbeit die Arbeit für mehrere niederzulegen. Gero und ich entschieden uns für Thailand - und schwänzten paar Vorlesungen, um mehr Zeit für Thailand zu haben. Wie heißt es nochmal so schön: Zeit muss man sich nehmen....

Ich muss sagen, dass dies nun für mich die erste Reise ist, bei der ich nicht die Sprache des Landes spreche. Bisschen murmelig war mir schon....Wie auch immer, die erste Station war Bangkok.
Kurz vor der Abfahrt von Nordosttor der Tsinghua University
Flughafen von Peking. Wir reisten als Einzelpersonen. Chinesen dagegen reisen grundsätzlich in organisierten Reisegruppen. Eigentlich total langweilig, da man ja überall rumgeführt wird. Bleibt noch anzumerken, dass die chinesische Reisegruppe hier aus so circa 50 chinesischen Männern besteht, die alle so zwischen 30 und 50 Jahre alt waren... naja, was die wohl drüben machen? ...Tut mir leid, bei dem Reisziel Thailand denkt jeder wohl zwangsweise an das Gleiche. Am Flughafen von Bangkok angekommen. Ausgestattet mit Visum und frischen Thai-Geld, Baht genannt, kann's nun endlich losgehen. Aktuell ist der Euro ziemlich stark, und die Wechselkurse hätten nicht günstiger sein können - also für uns. Für 1 Euro bekommt man ziemlich genau 50 Baht, die Umrechnung ist also ganz easy.
Bangkoks U-Bahn ist erst wenige Jahr alt. Ziemlich modern und ziemlich geil. Und wer war hier am Werk? Siemens Transportation Systems! YEAH!!
Und ich dachte, China ist zu bunt. Thailand ist ja noch bunter. Pinke Taxen und grell beleuchtete Autos und Motorräder prägten das Stadtbild von Bangkok.
Verarsche ist überall! Während ich die Karte studierte, ging Naturforscher Gero ein wenig vor, um ein Flüsschen, in meinen Augen ein total unbedeutens Biotop, genauer unter die Lupe zu nehmen. Von seiner Perspektive - man bewundere das Flüsschen rechts unten - machte er diesen Schnappschuss. Wenige Sekunden später kam der Typ mit dem weißen Polohemd auf mich zu. Und als ich ihm sagte, dass ich Chinatown suche, antwortete er, dass er auch in die Richtung müsse. Er gab an, für das thailändische Agrarministerium zu arbeiten. Angeblich gab es eine wichtige Konferenz in Bangkok, und die sei nun beendet. Nun schlägt er seine Zeit tot, weil sein Zug erst am Abend fährt. Man kann sich jetzt zwar fragen, warum er zufällig in die gleiche Richtung wie wir laufen musste, obwohl er doch nichts vorhabe und nur seine Zeit totschlagen wollte?? Naja, damals haben wir nicht so viel gedacht. Der Mann, der sich Chai nannte, konnte übrigens exzellent Englisch und wusste über das aktuelle Weltgeschehen ziemlich gut Bescheid. Angeblich haben sie in Bangkok über den Anstieg Lebenmittelpreise besprochen. Chinatown. Wenige Stunden zuvor habe ich China verlassen, um nach 6 Stunden Flug wieder Chinesisch sprechen zu können. Naja, und chinesisch essen waren wir auch.
Plötzlich sagte uns unser Kumpel Chai, dass Chinatown total langweilig sei und dass wir lieber zu den Tempeln fahren sollten. Er bezahlte die Busfahrt und meinte lächelned, dass er ja ein stabiles Einkommen hätte...
Dreirad Taxen, auch Tuktuks genannt - eine thailändische Sehenswürdigkeit. Eigentlich fahren auch fast nur Ausländer damit rum. In vierlerlei Hinsicht sind die Taxen schon ziemlich bemerkenswert: Sie scheinen kaum Sprit zu verbrauchen, der Tank bietet Platz für schätzungsweise 2 L Sprit. Darüber hinaus sprechen die Tuktukfahrer alle ziemlich gut Englisch, was man nicht gerade von den regulären Taxifahren erwarten kann. Zu guter Letzt haben die Tuktuks keine Taxometer (wie man diese Uhren auch immer nennt), was bedeutet, dass man die Preise mit den Fahrern verhandeln muss. Es stellte sich später heraus, dass wir überall locker das dreifache gezahlt haben. Und normale Taxen waren deutlich günstiger. Insgesamt kann man mal mit den Dingern fahren, doch auf Dauer ist das Ganze viel zu unangenehm: man kriegt die ganzen Abgase von den Bussen und Autos direkt ins Gesicht. Und bei Unfällen zieht man auch wohl eher die berühmte Karte....

Aus dem Tempelbesuch wurde plötzlich ein Bootsfahrt. Hum? Naja, misstraurisch wurden trotzdem nicht. Er rief jemanden an und plötzlich kam ein leeres Boot für uns drei.

Die alten Häuser von den Bauern von Bangkok. Sie haben ihr Land verkauft, auf ihren Feldern stehen nun die Hochhäuser von Bangkok. Doch ihre Häuser und ihre Lebensweise haben sie behalten.


Man wäscht sich einfach hier im Fluss.
Man geht nicht Einkaufen, die Restaurants und Geschäfte kommen. Auf den Booten wird alles mögliche verkauft bzw gekocht.



Arm lebt unmittelbar neben reich. Neue und schicke Häuser sind vereinzelt zu sehen.
Er führte uns zu einem kleinen Restaurant direkt am Fluss. Naja, er bestellte alles und bestand darauf, uns einzuladen. Nunja, abgesehen von einer Ananas hat er nichts zu essen bestellt, aber mehrere Flaschen thailändisches Chang Bier mit einem Alkoholgehalt von knapp 7%. Und der Typ becherte ordentlich. Schließlich könne er sich ja am Abend im Zug ausruhen, wie er sagte. Bei diesem Bild hier war hier schon ordentlich zugedröhnt.

Auf der Rückfahrt kam plötzlich der gleiche Bootsfahrer wieder zufällig vorbei. Und plötzlich musste der Chai jetzt zu seinem Onkel. Und Chai sagte uns, dass der Bootsfahrer 30 Euro für die Bootsfahrt haben wollte. Dabei hatte der Bootsfahrer plötzlich das Boot mitten aufm Fluss angehalten... Chai zeigte uns seinen Geldbeutel und meinte, er habe das Bier bezahlt und nun kein Geld mehr. Alles war gelogen. Wir gaben ihm 10 Euro, und offensichtlich hats ihm auch gereicht....




Innenansicht eines Tuktuks.


In den Tempeln lebten viele Wildkatzen.
Kennt man aus Forrest Gump

Der europäische Pauschaltourist. Weisses Polohemd, khaki Shorts, Tennissocken, Sportschuhe und ausgestattet mit Kamera, Hut und Schirm....


Krönungssaal des thailändischen Königs. Man beachte den europäischen Baustil. Das Gebäude könnte auch irgendwo in London stehen. Übrigens war Thailand, vor dem Krieg Siam genannt, selbst zu Zeiten des Kolonialismus ein unabhängiges Land. Wie auch immer, es herrschte ein regelrechter Personenkult um die Person des Königs.

Dienstag, 6. Mai 2008

Reserve

Sanya

Nachdem wir viel zu viel Geld in Hongkong und Macau gelassen haben, ging es weiter nach Sanya. Und in Hongkong mussten wir feststellen, dass es keine Seeverbindung gibt, und die einzige Anreisemöglichkeit nach Sanya war Fliegen. Autsch, schreit der Geldbeutel. Aber da wir schon die -total überteuerten- Hostels in Sanya schon gebucht haben, gabs kein Weg zurück mehr...

Sanya, China's tropical paradise - so wird zumindest im chinesischen CCTV9 geworben. Naja, wir haben angenehme Temperaturen um die 20° C erwartet, doch warm anders. Und der Strand war solala: total überlaufen, und übersät vom Müll. Die Touristen hier habens hier offensichtlich nicht gerafft, dass jeder für den Erhalt einer gesunden und sauberen Umwelt verantwortlich ist. Es wird viel mit an den Strand genommen, und der Müll, darunter Verpackungsmaterialien und Zigaretten, werden einfach am Strand zurückgelassen. Überall Müll!!! Das Gerotze am Strand will ich nicht mehr groß erwähnen. Jedenfalls war ich ziemlich enttäuscht von Sanya, schöner Strand ist für mich ganz ganz anders....

In Sanya angekommen, wurden wir gleich vom einem mulismischen Taxifahrer, der sich als der Enkel von Bin Laden ausgibt, verarscht. Und am Hostel angekommen, mussten wir feststellen, dass wir auch von den Hostelbetreiber über den Tisch gezogen worden waren. Naja, immerhin sind wir heil angekommen.
Auf dem Weg zur Hailong Bucht, Sanyas angeblich schönster Strandabschnitt.
Massentourismus
hehe, Vorsicht vor einheimischen Dieben!


Einmal am Strand von Sanya posen, bitte
Dino-Gero in Action 1
Da hat sich Dino-Gero beim Biertrinken verschluckt
Achja, unser Hostel. Heißt Eaglebackpackers, was für ein Drecksladen. Die können halt Englisch und sind somit 95% ihrer Konkurrenz im Voraus. Da wir damals kein günstigeres Hostel auf den englischsprachigen Seiten gefunden haben, nahmen wir einfach das Hostel, das uns ein Zweierzimmer für 60 € anbot. Es stellte sich heraus, dass die anderen Hotels deutlich billiger waren - nur hatten sie kein englisches Angebot. Wie auch immer, wir teilten das Zimmer dann zu viert. Anfangs wurde geplant, dass wir per Rotationsprinzip abwechselnd auf den Betten und Schlafmatrazen schliefen. Doch irgendwann bekamen wir ein Dreierzimmer und teilten dann die Betten zu viert....
Mit gemieteten Mountainbikes gings dann quer durch die Stadt. Die Fahrräder waren echt top!

Südspitze von Sanya. Überall nur Steine und Geröll. Irgendwann kam irgendwer auf die Idee, mal die Klippen raufzuklettern....

Es ging sehr steil zu und es war eher klettern als laufen.... im Nachhein muss ich sagen, dass es verdammt dämlich war, da hochzuklettern. Ein Sturz hätte wohl übelste Folgen gehabt, weil man direkt auf die Felsen gefallen wäre. Naja, aber damals hatte man das irgendwie alle ignoriert...




Gero wurde irgendwann müde und holte das Baguette samt Käse raus. Picknick auf den Felsen. Das war echt cool.




Sanya ist auch ein beliebter Reiseort für (frischverliebte) Pärchen. Man kann hier z.B. Schlösser kaufen und dann sie miteinander verschließen, um die ewige Zusammengehörigkeit zu symbolisieren
落笔洞. Eigentlich nur eine uninteressante Höhle mit einem interessanten Namen (nachher ist man immer schlauer). Jedenfalls hat uns der Hostelbetreiber diesen Ort empfohlen für eine Tagestour mit dem Mountainbike. Nur war der Ort nicht leicht zu finden, die Höhle war nämlich irgendwo in diesem Berg, doch den Müllspuren (kein Witz!!!) folgend fanden wir dann doch diese Höhle. Das ist schon traurig, dass die Touristen Müll echt in die entlegsten Stellen mitbringen können....

Irgendwann sind wir noch bisschen raufgekletter. Hui, ganz schön steil

Die Rückfahrt: Jo, alle wollten heim, und die Flugtickets waren alle ausverkauft. Selbst die Vollpreistickets waren vergriffen. Wir konnten von Glück reden, dass wir von der Provinzhauptstadt Haikou, 300 km nördlich von Sanya, starten konnten. Da auch die Bustickets auch ausverkauft waren, mussten wir auf das Angebot eines dubiosen, unter Einfluss von Betelnüssen stehenden Fahrers eingehen, der uns mit seinem eigenen Wagen uns nach Haikou fuhr. Um es kurz zu fassen: wir waren froh, lebendig in Haikou angekommen zu sein.
Am Flughafen von Haikou
Elitestundenten bei der Arbeit

Macau

Von Hongkong war Macau nur ein Katzensprung entfernt, und wir unternahmen eine Tagesreise nach Macau. Macau war das Zockerparadies von China. Die wichtigsten Wirtschaftszweige hier sind Tourismus und Spielindustrie (hm, mir fällt kein besseres Wort ein...)
Wie auch immer, es war sehr feucht - und die Bauten waren alle ziemlich versifft. Und zwischen den versifften, chinesischen Bauten treten immer wieder europäische Bauten im kolonialen Baustil hervor. Einfach wunderbar.

Die Kasinos: natürlich wollten wir da rein und alles mal ansehen! Nein, uns wurde der Eintritt nicht verwehrt - wir haben einfach vor lauter Reiselust die Kasinos vergessen! Ja, was für Vollidioten, echt! ;) Ersteres haben wir erst auf der Rückfahrt nach Hongkong gemerkt. Letzteres... naja, lassen wirs.


Optimierter Geldfluss. Die Zentrale von der Bank of China und das größe Kasino liegen keine 50m auseinander. Heißt: das Geld heben die Touristen oder Einheimischen ab, verzocken es dort, und die Betreiber bringen das Geld wieder zurück in die Bank. So macht man Geld! So spart man Transportkosten und Verwaltungskosten!

Überall Kolonialbauten, einfach herrlich



Zwei Bäume.... und sie werden zusammen alt.
Das Wahrzeichen Macaus - die Ruinen von St. Paul. War eine Zeit lang die größte katholische Kirche Südostasiens, irgendwann niedergebrannt. Heute steht nur noch die Außenfassade, und trotzdem sehr beeintruckend, und zwar nicht durch Größe, sondern durch die feine Ausarbeitung.
Ja Gero, schieß die Kapitalisten in den Kasinos ab!
Im Gegensatz zu Hongkong, wo das Leben einfach nur hektisch war, lebten die Leute von Macau ziemlich entspannt. Genauso wie dieser (Wach??)Hund, der einfach in mitten von einer Festung eingeschlafen ist....



Vermischung christlicher und chinesischer Elemente